• Der Krieg gegen die "Minderwertigen": Zur Geschichte der NS-Medizinverbrechen in Wien
    NS-Medizinverbrechen ebenso wie den Umgang damit nach 1945 dokumentieren die virtuelle Ausstellung Der Krieg gegen die "Minderwertigen": Zur Geschichte der NS-Medizinverbrechen in Wien bzw. eine vom DÖW betreute Ausstellung im Pavillon V-Gebäude des Otto Wagner-Spitals, in der Führungen und Gespräche mit ZeitzeugInnen angeboten werden.


  • Laufende Projekte

  • Die anstaltsinternen Tötungen in der Heil- und Pflegeanstalt der Stadt Wien "Am Steinhof" in der NS-Zeit


  • Betroffene der NS-Medizin in der früheren Anstalt "Am Steinhof" - Opfer und Überlebende
    Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wurde in einer ersten Phase die Frage nach sterblichen Überresten von Opfern der "dezentralen Euthanasie" in der Wiener Anstalt "Am Steinhof" geklärt, die im Mai 2012 bestattet werden. Zum anderen werden die Lebensgeschichten von Überlebenden der "Kindereuthanasie"-Anstalt "Am Spiegelgrund" aufgezeichnet, die ebenfalls ab Mai 2012 auszugsweise in der (Web-)Ausstellung der Gedenkstätte Steinhof zugänglich sein werden.
    Die Arbeiten werden im Auftrag des Wiener Krankenanstaltenverbundes durchgeführt (Laufzeit: September 2010 bis Mai 2012).


  • Ein weiteres Forschungsvorhaben - Gesundheit, Krankheit und Tod. Wien 1944-1948 -, das über ein APART-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften für DÖW-Mitarbeiter Herwig Czech finanziert wird, startete im Sommer 2011. Ziel der Forschungen ist eine Untersuchung der gesundheitlichen Folgen von Nationalsozialismus und Krieg für die in Wien lebenden Menschen im Übergang von der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges bis in die ersten Nachkriegsjahre. Im Zentrum stehen die Geschichte des Gesundheitswesens in dieser Zeit und in breiterer Perspektive die Themen Gesundheit, Krankheit und Tod und deren bestimmende Einflussfaktoren.


  • Nach der Entdeckung eines Gräberfelds mit etwa 220 Leichen aus der NS-Zeit - darunter vermutlich auch Opfer des NS-Euthanasieprogramms - beim Psychiatrischen Krankenhaus Hall in Tirol untersucht eine Kommission unter Leitung des Wiener Historikers und DÖW-Vorstandsmitglieds Bertrand Perz die historischen Ereignisse. Der Kommission gehört auch der ehemalige wissenschaftliche Leiter des DÖW Wolfgang Neugebauer an.


  • Abgeschlossenen Projekte

  • NS-Medizinverbrechen in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Gugging
    2010 abgeschlossen
    Projektziel war die umfassende Aufklärung der nationalsozialistischen Medizinverbrechen in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Gugging. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der zweiten, dezentralen Phase der Euthanasietötungen. Eine Datenbank über alle PatientInnenbewegungen der Jahre 1937 bis 1946 ermöglicht nunmehr zum ersten Mal genaue Aussagen über die Entwicklung der Sterblichkeit, aber auch von Diagnosen, Todesursachen, Überstellungen in andere Anstalten und viele weitere Parameter über den gesamten Untersuchungszeitraum. Das Forschungsprojekt wurde im Auftrag des I.S.T. Austria in Gugging und der Niederösterreichischen Landesregierung vom Jänner 2008 bis Jänner 2010 durchgeführt.


  • Die Nazifizierung der Wiener Medizin. Machtübernahme, Gleichschaltung und ideologische Durchdringung
    2010 abgeschlossen
    Ziel des Projekts war es, den Prozess der Machtergreifung, Gleichschaltung und ideologischen Durchdringung in der Wiener Medizin nach dem März 1938 und die dadurch hervorgerufenen tiefgehenden Veränderungen in unterschiedlichen institutionellen Feldern näher zu beleuchten. Die bisher vorliegenden Arbeiten zu diesem Bereich beschränken sich im Wesentlichen auf zwei Institutionen, nämlich die Medizinische Fakultät (vor allem im Hinblick auf die Vertreibung jüdischer Mediziner) und das Gesundheitsamt. Das Projekt wurde vom Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank finanziert (Laufzeit: Jänner bis Dezember 2010).


  • Dr. Hans Asperger und die "Kindereuthanasie" in Wien - mögliche Verbindungen
    2010 abgeschlossen
    Thema des vom Wissenschaftsreferat der Stadt Wien finanzierten Projekts (Laufzeit: Jänner bis Juni 2010) war die Verwicklung eines der Erstbeschreiber des Autismus, Hans Asperger, in die nationalsozialistische "Kindereuthanasie"-Aktion. Die Ergebnisse wurden im Mai 2010 auf einer Tagung im Wiener Rathaus zum 30. Todestag Aspergers vorgestellt.


  • Forschungsfragen zur NS-Vergangenheit der Wiener Geschäftsgruppe Gesundheit und Soziales
    2010 abgeschlossen
    Der Abschlussbericht der seit Juli 2009 im Auftrag der Geschäftsgruppe Gesundheit und Soziales durchgeführten Studie wurde im Jänner 2010 vorgelegt. Ziel war die Bestandsaufnahme der Forschung zur Geschichte des Wiener Gesundheitswesens während des Nationalsozialismus, die den aktuellen Forschungsstand wiedergeben und allfällige Forschungsdefizite definieren sollte. Mit dem im September 2010 angelaufenen Forschungsvorhaben Betroffene der NS-Medizin in der früheren Anstalt Am Steinhof - Opfer und Überlebende (siehe Abschnitt Laufende Projekte / Schwerpunkt NS-Medizinverbrechen) wurde bereits damit begonnen, die enthaltenen Empfehlungen umzusetzen.


  • Anstaltspsychiatrie und Massenmord
    Die Vernichtung von PatientInnen aus Wiener psychiatrischen Anstalten im Rahmen der "Aktion T4"
    2006 abgeschlossen


  • Medizin, "Volk" und "Rasse". Gesundheits- und Wohlfahrtspolitik in Wien 1938 bis 1945
    2005 abgeschlossen

  • Eugenik, Prävention und Volksgesundheit. Transformationen des Wiener öffentlichen Gesundheitsdienstes 1930-1960
    2004 abgeschlossen


  • Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen über die NS-Euthanasie in Hartheim 1940-1945
    2001 abgeschlossen


  • Erfassung der Spiegelgrund-Opfer
    Das DÖW war auch in die Vorarbeiten zur Bestattung der Präparate von Opfern der NS-Kindereuthanasie eingebunden.


NS-Medizinverbrechen


Ausstellungsfolder

Der Krieg gegen die "Minderwertigen": Zur Geschichte der NS-Medizinverbrechen