Arbeitsbereich Archiv


Wissenschaftliche Forschungsprojekte sowie Schenkungen (Nachlässe) bilden die Hauptquellen für die Erweiterung des Archivs des DÖW, das zum Großteil aus (meist auszugsweisen) Kopien aus in- und ausländischen Archiven und Privatsammlungen besteht. Rund ein Viertel sind Originaldokumente; aus konservatorischen Gründen werden diese allerdings seit den 1990er Jahren separat aufbewahrt; den BesucherInnen werden Kopien ausgehändigt.


Spezialsammlungen

Schwerpunkte des Aktenbestandes des DÖW waren von allem Anfang an - neben Nachlässen und anderen persönlichen Dokumenten - Polizei- und Justizakten sowie sonstige Behördendokumente zu Widerstand und Verfolgung während der Zeit der NS-Herrschaft, in geringerem Ausmaß auch aus den Jahren 1934 bis 1938, und ab den späten 1970er Jahren Akten der Strafverfahren gegen NS-Täter vor den Volksgerichten 1945-1955.

Im Zuge der übernahme von Akten(kopien) erfolgen eine elektronische Katalogisierung sowie eine formale und inhaltliche Erschließung durch Auswertung nach der Thematik sowie den "Hauptpersonen" im Akt. Inzwischen sind auch fast zwei Drittel der sogenannten Alt-Akten (18.900 Akten, die vor der Umstellung auf elektronische Findhilfsmittel im Jahre 1987 an das DÖW gelangt sind) zumindest in Form eines überblickseintrags elektronisch erfasst. So lange dieser Vorgang nicht abgeschlossen ist, empfiehlt sich für die Namensrecherche weiterhin, zusätzlich zur elektronischen Findhilfe den Zettelkatalog im BesucherInnenraum des DÖW zu konsultieren.


Urteil des Volksgerichtshofs

Kundmachung einer Hinrichtung

Aus dem bereits elektronisch erfassten Bestand von 212 Urteilen des Volksgerichtshofs gegen rund 780 ÖsterreicherInnen

Der Ende 2010 aus konservatorischen Gründen für die Benützung gesperrte Bestand "KZ-Verband" - die in den 1960er Jahren vom Bundesministerium für Inneres dem DÖW übergebenen Personalakten der Landesorganisation Wien des einheitlichen überparteilichen KZ-Verbands 1946-1948 stellen den größten Original-Bestand des DÖW dar - wurde 2011 im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts des DÖW mit dem US Holocaust Memorial Museum in Washington komplett abfotografiert. Damit existieren von allen 15.000 Akten Digitalisate. Im Laufe des ersten Halbjahres 2012 werden die Scans der Originalakten mit der elektronischen Auswertung des Bestands, die im Zuge der namentlichen Erfassung der Opfer der politischen Verfolgung 1938-1945 erfolgte (und bereits jetzt im BesucherInnenraum des DÖW zugänglich ist), verknüpft werden.


Aus konservatorischen Gründen dürfen Teile der Bestände (insbesondere aus dem Bereich Exil) nicht kopiert werden. Mitnahme eines Fotoapparats wird empfohlen!

Bibliothek

Ausstellungen


Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag
9.00 bis 17.00 Uhr,
Freitag geschlossen,
Akten- bzw.
Buchaushebungen:
11.00 und 14.00 Uhr
(ausgenommen
BesucherInnen aus dem
Ausland)


Kontakt:
allgemein
office@doew.at

NS-Judenverfolgung, Gestapo Wien, Fotoarchiv
Dr. Elisabeth Boeckl-Klamper
elisabeth.klamper@doew.at

NS-Justiz
Dr. Ursula Schwarz
ursula.schwarz@doew.at

Spanien-Archiv
Irene Filip
spanienarchiv@doew.at

Restitution und "Wiedergutmachung" nach 1945
Hon.-Prof. Univ.-Doz.
Dr. Brigitte Bailer
brigitte.bailer@doew.at

Nachkriegsjustiz
Dr. Winfried R. Garscha
winfried.garscha@doew.at

Rechtsextremismus
nach 1945

Andreas Peham
andreas.peham@doew.at
Willi Lasek
willi.lasek@doew.at

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